Erst Vorzeigemodell, jetzt rechtswidrig

Soester Radweg soll nun doch wieder weg

In Soest wurde ein Radweg auf die Straßenmitte verlegt, da es immer wieder zu Unfällen kam. 2008 wurde die Stadt dafür mit einem Preis ausgezeichnet, jetzt will das Land ihn wieder verbieten.

 Gibt´s nicht? Doch! Mehr dazu um 17:30 Uhr in SAT.1 NRW.
Erst Vorzeigemodell, jetzt rechtswidrig (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Der Fahrradweg auf der Jacobistraße in Soest ist seit acht Jahren ein Vorzeigeprojekt. Eigentlich. Denn jetzt soll sich wieder alles ändern. Das Besondere an dem Weg ist, dass er auf der Mitte der Straße verläuft, statt am Rand, damit Radfahrer auf der schmalen Straße nicht überholt werden können. Denn häufig kam es durch das Überholen zu Unfällen, doch seit der neuen Fahrradspur gab es nicht einen einzigen.

2013 bekam die Stadt sogar den deutschen Fahrrad-Preis für den Radweg. Doch jetzt fällt dem Land auf: der Radweg ist rechtswidrig, denn in Deutschland herrscht nun mal Rechtsfahrgebot. Er soll nun wieder entfernt werden.

Oliver Brügger kann diese Wendung nicht verstehen. Für ihn ist es eine ganz persönliche Angelegenheit: Der ehemalige Soester hatte vor acht Jahren auf der Jacobistraße einen schlimmen Unfall. Er fuhr mit dem Fahrrad am rechten Rand der Straße, als ihn ein Autofahrer übersah und Oliver mit dem Kopf auf den Asphalt schlug. Seitdem ist er schwerbehindert und musste sich wieder zurück ins Leben kämpfen. Durch seinen Unfall kam die Stadt auf die innovative Idee der Fahrrad-Fahrspur in der Mitte.

Morgen wollen die Befürworter und das NRW-Verkehrsministerium über Lösungen sprechen.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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