Ermittlungen gegen Dortmunder Polizei

Beamte sollen Daten an Neonazis weitergegeben haben

Nach den rechten Drohungen gegen eine Dortmunder Demonstrantin, gerät jetzt die Polizei in Verdacht den Neonazis Informationen zugespielt zu haben.

 Wer mehr wissen will schaut 17:30 Uhr SAT.1 NRW.
Ermittlungen gegen Dortmunder Polizei (Foto: Jens Kalaene / dpa)

 Bild: Jens Kalaene / dpa,

Todesdrohungen und Psychoterror— die Angst bei Dorothea Moesch aus Dortmund sitzt tief. Neonazis hatten die Dortmunder SPD-Lokalpolitikerin in der vergangenen Woche am Telefon massiv bedroht. Unklar ist, wie die Neonazis an Namen und Telefonnummer von Moesch gekommen sind. Es steht der Verdacht im Raum, dass die Daten eventuell aus Polizeikreisen weitergegeben worden sein könnten. Jetzt ermittelt die Bochumer Polizei gegen die Dortmunder Kollegen. Dorothea Moesch hatte Ende Juni eine Pro-Flüchtlings-Demo angemeldet. Am 30. Juni veröffentlichte plötzlich „Die Rechte“ auf Twitter das Foto der polizeilichen Demonstrationsauflage mit den persönlichen Daten Moeschs. Danach begann der rechte Psychoterror gegen Moesch. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall. Gestern Nachmittag war bereits ein 32-jähriger Tatverdächtiger ermittelt worden. In seiner Wohnung sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden, hieß es. Unter anderem ein Handy, das den Drohanrufen zugeordnet werden konnte.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Jens Kalaene / dpa,

Jetzt Mitreden!

Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.

*