Erdogan-Burger-Laden bedroht …

... deshalb macht das Restaurant jetzt erst einmal zu

Nach dem Geschehen rund um Jan Böhmermann und den türkischen Präsidenten Erdogan hat der Besitzer der „Urban Burgery“ in Köln den „Erdogan-Burger“ erfunden.

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Erdogan-Burger-Laden bedroht ... (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Hat Meinungsfreiheit eine Grenze?

Weil sie als Zeichen der Meinungsfreiheit einen Erdogan-Burger mit Ziegenkäse verkaufen, wird ein Kölner Burger-Laden massiv bedroht.

Ein Burger dick belegt mit Ziegenkäse – das ist der Erdogan-Burger, den „Urban-Burgery“-Inhaber Jörg Tiemann bis jetzt verkauft hat. In direktem Bezug auf das Schmähgedicht vom Satiriker Jan Böhmermann, in dem der türkische Präsident als „Ziegenficker“ bezeichnet wird, entstand der provokante Burger.

Drohungen wegen Erdogan-Burger

Fast vier Wochen hat der Kölner Burger-Laden den Erdogan-Burger verkauft. Es hat nicht lange gedauert, da gibt es die ersten Drohungen bei Facebook. Mehrere Facebook-Nutzer hatten indirekt Drohungen ausgesprochen, dass Molotov-Cocktails fliegen könnten. Aber es gab auch einen direkten Aufruf: „Ich bin dafür, dass wir denen mal einen Besuch abstatten. Wer kommt mit???“. Und auch vor dem Burger-Laden soll es merkwürdige Situationen gegeben haben. So sollen vergangenen Donnerstag vier dunkel gekleidete Männer 20 Minuten lang mit finsterer Miene in das Restaurant geguckt haben.

Laden bleibt vorerst geschlossen

Weil er die Sicherheit seiner Mitarbeiter nicht mehr garantieren kann, hat Besitzer Jörg Tiemann sich dazu entschlossen, seinen Laden vorerst zu schließen. Er will jetzt Anzeige erstatten und die Tage, an denen das Restaurant geschlossen bleibt dazu nutzen, Kameras zu installieren und die Sicherheit zu erhöhen.

Jörg Tiemann will sich aber nicht mundtot lassen und weiter gegen die Feinde der Demokratie kämpfen, wie er der Bild sagte.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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