Eltern verüben Selbstjustiz

Sie vermuteten, dass ihr Opfer ihr Kind missbrauchte

Der mutmaßliche Kinderschänder Christian L. aus Eschweiler wurde in eine Sex-Falle gelockt und auf einem Hinterhof von den Eltern des Kindes ermordet.

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Eltern verüben Selbstjustiz (Foto: Ralf Roeger / dpa)

Kerzen stehen am Tatort eines Mordes in Eschweiler.Bild: Ralf Roeger / dpa,

Bestialisch umgebracht durch Selbstjustiz. Christian L. wurde das Opfer rachsüchtiger Eltern. Diese sind sich sicher, dass der 29-Jährige ihre kleine Tochter sexuell missbraucht hat. Sie erstatteten Anzeige gegen Christian. Offenbar wollten Sie sicher gehen, dass der mutmaßliche Täter seine Strafe bekommt. Laut BILD-Informationen gaukelte die Mutter dem mutmaßlichen Kinderschänder Interesse an einer Liebschaft vor. „Die Mutter lockte den Mann unter dem Vorwand, sie wolle was von ihm, fände ihn nett, zum Tatort“, sagt Dr. Jost Schützeberg, Sprecher der Aachener Staatsanwaltschaft, der Zeitung. Als Christian L. Zum Verabredungsort kommt, wird dieser von dem Trio (Eltern und ein Bekannter des Paares) niedergemetzelt. Zunächst soll er mit einem Totschläger zusammengeschlagen und anschließend durch zahlreiche Messerstiche getötet worden sein. Das Trio sitzt jetzt wegen gemeinschaftlichen Mordes in Untersuchungshaft. Ob die Tochter (12) tatsächlich missbraucht wurde, wollte die Staatsanwaltschaft bislang nicht sagen. Zum Schutze des Kindes, heißt es.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Ralf Roeger / dpa,

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