Ein Syrer gegen zwei Osteuropäer

Duisburger Stadtoberhaupt schockiert mit Aussage

OB Sören Link hat sich auf der SPD-Tagung zur Flüchtlingskrise gestern in Berlin zu der Aussage verstiegen, er hätte gern mehr Syrer statt Osteuropäer in Duisburg.

 Gibt´s nicht? Doch! Mehr dazu um 17:30 Uhr in SAT.1 NRW.
Ein Syrer gegen zwei Osteuropäer (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Darf ein Stadtoberhaupt so etwas sagen?

Duisburgs OB Link sagte jetzt in Berlin: "Ich hätte gerne das Doppelte an Syrern, wenn ich dafür ein paar Osteuropäer abgeben könnte"

‚Ich hätte gern das Doppelte an Syrern, wenn ich dafür ein paar Osteuropäer abgeben könnte‘, so Oberbürgermeister Sören Link laut WAZ-Zitat. Link soll sich auf der SPD Flüchtlingskonferenz in Berlin kritisch gegenüber der Verteilung von Flüchtlingen geäußert haben.

300 Bürgermeister und Landräte aus NRW waren aufgefordert, die Situation in den Städten „so konkret wie möglich“ darzulegen. Nichts beschönigen, forderte SPD-Chef Sigmar Gabriel bei der Flüchtlingskonferenz der Kommunalvertreter gestern.

Journalisten berichten, dass vor allem Sören Link sich äußert kritisch zeigte, was die Unterbringung von Asylbewerbern und ihre Geldnöte angehe.

Link steht hinter seiner Aussage und erklärt sich gegenüber der WAZ so: „Ich bedaure, dass ich für meine Botschaft in einer emotionalen Debatte nicht die richtigen Worte gefunden habe. Ich wollte durch meine Aussage niemanden persönlich treffen“, erklärte Link am Mittwoch auf Nachfrage in einer Stellungnahme. Im Kern blieb er aber bei seiner Aussage: Die Belastung und Probleme bei der Bereitstellung von Unterkünften, Lebensmitteln und Schulplätzen gebe es fast in der gesamten Bundesrepublik, „aber wir haben in Duisburg eine zusätzliche Belastung zu stemmen, auf die ich auf der Flüchtlingskonferenz aufmerksam machen wollte. Anders als in anderen Städten leben hier mittlerweile 12.500 Bulgaren und Rumänen, die im Rahmen der EU-Freizügigkeit kommen. Die meisten von ihnen haben keine Arbeit und durch fehlende Deutschkenntnisse auch kaum Möglichkeiten, eine zu finden. Über 4000 Kinder dieser Personengruppe müssen in Seiteneinsteigerklassen und Sprachförderung untergebracht werden – die gleichen Klassen, die die Kinder der Asylbewerber besuchen sollen“.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

Jetzt Mitreden!

Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.

*

193 Kommentare anzeigen