Doch bald wieder G9?

Bochumer SPD will Flexi-System

Die Kritik am SPD-behüteten Turbo-Abi kommt vermehrt auch aus den eigenen Reihen: Unterbezirke der Kölner SPD wollen eine Art „Flexi G8“.

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Doch bald wieder G9? (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Wäre ein Flexi-G8 die Lösung?

Die Bochumer SPD geht gegen das Turbo-Abi vor: Die Leistung des Schülers soll darüber entscheiden, ob die Schulzeit verkürzt wird.

Es scheint zu bröckeln: Die verkürzte Schulzeit nach G8 findet immer mehr Kritiker. Anfang der Woche schlug sich jetzt sogar Landtagspräsidentin Carina Gödecke (SPD) auf die Seite vieler Schüler und Eltern. Im Gespräch mit Schülern des Herner Kinder- und Jugendparlaments hörte sich die Politikerin viele Sorgen der Schüler an – und lobte sie schließlich dafür, „scheiße zu nennen, was scheiße ist“.

SPD Köln fordert „G8 Flexi“

Jetzt sorgte auch die Kölner SPD für Wirbel. Mehrere Unterbezirke fordern dort ein Flexi-System, in dem je nach Leistung der Schüler entschieden wird, ob er das Abitur nach G8 oder G9 macht – so sieht auch ein Parteiantrag der Kölner SPD aus: Danach soll die Sekundarstufe I wieder sechs Jahre dauern und die Oberstufe je nach Leistung verkürzt werden können.

Für G8-Verfechterinnen wie Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) sind diese Überlegungen ein herber Schlag. Denn trotz viel Kritik und großen Unterschriftenaktionen von Eltern verfechten sie seit Jahren den strikten G8-Kurs der SPD. Der Gegenwind, den sie jetzt aus ihren eigenen Reihen bekommen, wurde letztes Jahr noch unterbunden: Im August 2015 erwähnte SPD-Abgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers schon die Möglichkeit der Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 – wurde aber vom Fraktionschef dafür gerügt und zurückgepfiffen.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 09.09.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

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