Die blaue Plakette kommt

Dreckschleudern dürfen bald nicht mehr in jeden Stadtbezirk

Eine blaue Plakette soll Autos mit geringem Schadstoff-Ausstoß kennzeichnen. Diese dürfen dann in jeden Stadtbezirk fahren – Autos mit hohem Ausstoß aber nicht.

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Die blaue Plakette kommt (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

In einigen NRW-Städten stinkt’s zum Himmel: Die Schadstoff-Belastung durch Autos ist in einigen Kommunen so hoch, dass die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erst im November unter anderem das Land Nordrhein-Westfalen verklagt hat. Die Organisation will per Gericht durchsetzen, dass die Städte Köln, Bonn, Aachen, Düsseldorf, Essen und Gelsenkirchen ihre Luftreinhaltepläne konsequenter einhalten.

Eine Lösung kommt jetzt von den Umweltministern der Länder. Sie schlagen vor, dass Autos mit besonders niedrigem Schadstoff-Ausstoß künftig eine blaue Plakette bekommen. Diese Fahrzeuge sollen uneingeschränkt fahren dürfen – auch in Stadtbezirken mit besonders schlechter Luft. Jochen Flasbarth, Staatssekretär im SPD-geführten Umweltministerium, geht davon aus, dass die entsprechende Verordnung noch in diesem Jahr wirksam wird.

Eine blaue Plakette, die den Ausstoß von Stickoxiden berücksichtigt, hatten Umweltverbände schon lange gefordert. Die neuen Umweltzonen, in denen nur die schadstoffärmsten Autos fahren dürfen, würden wohl kleiner ausfallen als die bisherigen Zonen für grüne Plaketten, sagte Flasbarth der Deutschen Presseagentur. Die langfristige Strategie sei aber, emissionsarme Autos zu fördern.

Kommunen sollten nicht dazu verpflichtet werden, die neuen Umweltzonen einzurichten. Nach Angaben des Umweltministeriums braucht künftig kein Autofahrer zwei Plaketten – wer eine blaue habe, dürfe auch in Umweltzonen für grüne Plaketten hineinfahren. Die neuen Fahrbeschränkungen sollen für alle Autos gelten können, die nicht der Schadstoffnorm Euro 6 entsprechen.

NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) verteidigte die Pläne: „Wir sind da in der Klemme. Wir müssen handeln und wir haben quasi keine Instrumente, um zu handeln“, sagte Remmel dem WDR. „Hier braucht es Instrumente, um technologisch möglichst in Richtung emissionsfreie Mobilität zu gehen.“

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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