100. Geldautomat ist gesprengt

LKA konnte Bande aus Niederlanden bislang nicht schnappen

In Euskirchen ist heute der 100. Geldautomat gesprengt worden. Auch er geht vermutlich aufs Konto der Audi-Bande.

 Die neuesten Bilder zu diesem Thema heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
100. Geldautomat ist gesprengt (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Es ist soweit: ein weniger erfreuliches Jubiläum kann heute in Euskirchen gefeiert werden. Der 100. Geldautomat seit Beginn der Serie Anfang 2015 ist gesprengt worden. Die Täter waren diesmal wieder besonders fleißig und legten den 101. Geldautomaten gleich nach: Auch in Bonn wurde heute Morgen ein Geldautomat der Postbank gesprengt.

Erst vor wenigen Wochen gab es endlich die ersten Hinweise auf die organisierte Bande, die hinter den Sprengungen stecken soll. Drei Männer rasten mit einem Audi gegen einen Baum, dabei wurden zwei getötet und einer schwer verletzt. Alle drei sollen Teil eines riesigen Netzwerks von 250 Personen aus den Niederlanden sein. Viele stammen aus Marokko.

Trotz enger Zusammenarbeit mit den niederländischen Behörden kann das LKA die sogenannte Audi-Bande noch immer nicht stoppen. Banken in NRW werden über Sicherheitskonzepte informiert, um ihre Automaten zu schützen. Oft werden dabei Kameras mit Blick auf sämtliche Geldautomaten installiert und Farbkartuschen in die Automaten eingebaut, die das Geld mit roter Farbe tränken und so unbrauchbar machen.

Die meisten Automaten wurden im Westen NRWs gesprengt, oft nahe der niederländischen Grenze. Auch Niedersachsen hat mit den Sprengungen der Bande zu kämpfen. Allein dieses Jahr wurden in NRW mit den beiden aus Euskirchen und Bonn schon 34 Automaten gesprengt, 2015 waren es im ganzen Jahr 67. Sollte es also in dieser Geschwindigkeit weiter gehen müssen wir vielleicht noch dieses Jahr das nächste traurige Jubiläum feiern.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

Jetzt Mitreden!

Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.

*