Demo: Eltern und Schüler für mehr Lehrer

So soll auf fehlende Lehrkräfte aufmerksam gemacht werden

Aufgrund von fehlenden Lehrern und großem Unterrichtsausfall demonstrieren Eltern und Schüler heute Nachmittag vor dem Düsseldorfer Landtag.

 Gibt´s nicht? Doch! Mehr dazu um 17:30 Uhr in SAT.1 NRW.
Demo: Eltern und Schüler für mehr Lehrer (Foto: Marijan Murat / dpa)

In NRW mangelt es an Lehrkräften.Bild: Marijan Murat / dpa,

Fällt auch bei euren Kindern so viel Unterricht aus?

Heute demonstrieren Eltern mit ihren Kindern für mehr Lehrer vor dem Düsseldorfer Landtag. In ganz NRW würden 3.500 Lehrer fehlen.

Heute Nachmittag demonstrieren Eltern und Schüler vor dem Düsseldorfer Landtag für mehr Lehrer. Das Motto der Demo: „Gebt uns mehr Lehrkräfte! Wir geben Euch Dichter und Denker!“ Die Eltern in Düsseldorf fordern 8.000 neue Lehrer.

Auslöser des Protests: der aktuelle Lehrermangel. Immer öfter würden Randstunden ausfallen, also der Unterricht am frühem Morgen oder am späten Nachmittag. Unterrichtsstunden zwischendurch würden nicht immer erteilt werden, ein Lehrer sei gleichzeitig für zwei Klassen verantwortlich und müsse diese parallel unterrichten oder die Schülerinnen und Schüler müssten eigenverantwortlich mit Arbeitsblättern lernen und so die Stunde ohne Lehrer überbrücken.

Einige Fächer könnten sogar nur noch zeitweise oder gar nicht mehr unterrichtet werden. Krankenstände würden für weitere Ausfälle sorgen. Durch den Zuzug von Flüchtlingen verschärfe sich die Situation weiter, da auch die Flüchtlingskinder beschult werden müssten. Hierfür seien Fachkräfte für Deutsch als Fremd- beziehungsweise Zweitsprache erforderlich.

Ab 16 Uhr werden aufgebrachte Eltern mit ihren Kindern durch die Düsseldorfer Innenstadt ziehen. Ihre Route: vom Hauptbahnhof über die Graf-Adolf-Straße bis zum Landtag. Dort soll eine Kundgebung stattfinden. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 5.000 Teilnehmern.

In ganz Nordrhein-Westfalen fehlen laut Landesrechnungshof 3.500 Lehrer. 67 Prozent der Jahrgänge an Gymnasien erreichen nicht die vorgegebene Anzahl an Wochenstunden, an Realschulen sind es 76 Prozent.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Marijan Murat / dpa,

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