Das Drama um den Eurotunnel

Flüchtlingsproblematik in Calais wird NRW-Problem

Hunderte Flüchtlinge versuchen täglich auf die Ladeflächen der LKW nach Großbritannien zu gelangen. Für NRW- Spediteure ein Problem mit finanziellen Folgen.

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Das Drama um den Eurotunnel (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Sie kommen aus Afrika und wollen nach Großbritannien: Tausende Flüchtlinge versuchen aktuell durch den Eurotunnel nach Dover zu gelangen. Ihre Chance: die rund 3500 LKW, die täglich von Calais aus per Zug nach Großbritannien fahren. Für die Spediteure und Fahrer aus NRW ein großes Problem. Denn wird ein LKW -Fahrer mit einem Flüchtling erwischt, droht ihm eine empfindliche Geldstrafe. Außerdem gilt der Fahrer als potentieller Schleuser. Rund um den Eurotunnel haben sich in den Dünen provisorische Camps gebildet. Fast 3000 Flüchtlinge hausen dort unter unmenschlichen Bedingungen. Und das Drama um Calais spitzt sich weiter zu. Nicht nur in der Nacht, sondern mittlerweile selbst tagsüber versuchen die Flüchtlinge auf die wartende LKW zu klettern, schlitzen Planen auf, verstecken sich im Laderaum, klammern sich unter die Fahrzeuge. Versuchen die LKW -Fahrer sie zu stoppen, kommt es zu Auseinandersetzungen. Die Polizei ist im Dauereinsatz und versucht der unübersichtlichen Situation Herr zu werden. Am Eurotunnel werden die Sicherheitsmaßnahmen derweil verschärft. Jeder LKW wird durchleuchtet und einem CO2-Check unterzogen. Ein neuer Zaun soll das Gelände zudem vor Flüchtlingen schützen. Doch die schafften es zuletzt wiederholt zu Fuß in den Eurotunnel einzudringen. Der musste deswegen schon mehrmals gesperrt werden. Für die LKW-Fahrer aus NRW bedeutet das Verzögerungen und finanzielle Einbuße. Denn die daraus resultierenden langen Staus behindern die Lieferzeiten. Ein Ende der katastrophalen Situation ist nicht in Sicht. In den Sommermonaten werden bis zu 2000 zusätzliche Flüchtlinge in Calais erwartet.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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