CDU-Politiker denkt über Todesstrafe nach

Entsetzen in der Union über die Meinung aus Greven

Joseph Panhoff ist überzeugt: Er spricht bloß aus, was viele Eltern denken. In einem Interview erwähnte der Vorsitzende der Grevener CDU, dass er sich die Todesstrafe für manche Taten vorstellen kann.

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CDU-Politiker denkt über Todesstrafe nach (Foto: Facebook)

Mit diesem Wahlplakat kandidierte Panhoff 2014 als Bürgermeister.Bild: Facebook,

In einem Zeitungsinterview mit den westfälischen Nachrichten rutschte es Joseph Panhoff heraus:

„Die Todesstrafe kann ich mir für bestimmte Taten vorstellen. Kindesmissbrauch und –tötung. Da gibt es keine Entschuldigung.“

Auch in seiner Partei stieß er mit dieser Aussage auf Entsetzen. CDU-Landtagsabgeordnete Christina Schulze-Föcking ist Kreisvorsitzende des Bezirks und fordert den Austritt von Joseph Panhoff aus der CDU. Für sie ist diese Überlegung nicht mit dem Grundgesetz und auch mit den Grundsätzen der CDU nicht vereinbar. Der Generalsekretär der CDU wurde ebenfalls über die Aussage informiert.

Auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek distanziert sich von Panhoffs Aussage.

Joseph Panhoff hat mittlerweile versucht, seine Aussage gerade zu biegen: Er hätte nicht für die Todesstrafe plädiert. Er ist aber weiter überzeugt, dass viele Eltern so denken wie er.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 18.08.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

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