Bürger wollen RRX-Ausbau stoppen

Düsseldorfer Bürgerinitiative könnte NRW Großprojekt lahmlegen

Die Bürgerinitiative Angermund möchte verhindern, dass die RRX-Strecke bei ihnen im Düsseldorfer Stadtteil Angermund ausgebaut wird.

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Bürger wollen RRX-Ausbau stoppen (Foto: Siemens/VRR/Archiv)

Modell eines RRX-Zuges. Bild: Siemens/VRR/Archiv,

Pendler im Rheinland und im Ruhrgebiet haben ständig mit Verspätungen, Zugausfälle, überfüllte Wagons zu kämpfen. Der Rhein-Ruhr-Express, der RRX soll in ein paar Jahren endlich Abhilfe schaffen. Auf sechs Linien soll die Region besser und schneller vernetzt werden. Ein Traum für viele Pendler, ein Alptraum allerdings für Anwohner, die in der Nähe der Gleise wohnen. An vielen Stellen müssen für den RRX neue Gleise gebaut werden.

Die Bürgerinitiative „Initiative Angermund“ kämpft gegen den Ausbau der RRX-Strecke bei Ihnen im Düsseldorfer Stadtteil Angermund. Dort soll die Strecke von vier auf sechs Gleise ausgebaut werden, damit der Rhein-Ruhr-Express dann Düsseldorf und Duisburg verbinden kann. Der Bau soll zwar erst 2023 starten und die Strecke dann 2025 fertig sein, die Pläne dafür sollen aber dennoch im nächsten Jahr vorliegen. Deshalb ist das ganze vor Ort jetzt schon Thema.

Die Initiative hat an sich nichts gegen den RRX, aber gegen den Lärm. Sie wünschen sich einen Tunnel, sodass der RRX unterirdisch durch Angermund fahren kann. Die Bahn hingegen möchte Lärmschutzwände bauen und passiven Schallschutz mit speziellen Fenstern und Lüftern für 1.000 Haushalte entlang der Gleise installieren. Der Bürgerinitiative reicht das aber nicht.

Bei einem Treffen Ende Oktober zwischen Bürgern und Bahn gab es keine wirklichen Fortschritte. Die Initiative ist sauer, dass die Bahn die Tunnelidee nicht einmal durchrechnet. Von einem Planungsbüro haben sie ausrechen lassen, dass die Kosten für einen Tunnel ungefähr gleich wären. Die Bahn hält dagegen, dass man dafür 16 Häuser abreißen müsste.

Kann eine Bürgerinitiative ein NRW-Großprojekt verhindern? Die Chancen steht nicht schlecht. Es wäre nicht das erste NRW-Großprojekt, dass durch Bürgerinitiativen gestoppt oder in die Länge gezogen wird. Durch die fertige CO-Pipeline von Bayer zwischen Dormagen und Krefeld fließt immer noch kein Gas, weil Bürger geklagt haben. Der Bau eines Stromkonverters in Meerbusch wurde komplett aufgegeben. Noch hofft die Bahn hier im Stadtteil Angermund auf eine einvernehmliche Lösung.  Würde der Bau allerdings doch nicht stattfinden, würde es die Bahn und Siemens, die den Auftrag haben, die Fahrzeuge zu bauen viele, viele Millionen kosten. Auch einige Pendler wären damit bestimmt nicht zufrieden.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Siemens/VRR/Archiv,

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