Brutaler U-Bahn-Schläger stellt sich

Mutter war geschockt als sie ihren Sohn im Video erkannte

Die Polizei Essen hat mit Video und Fotos nach einem brutalen Schläger gefahndet. Der Druck der Öffentlichkeit zeigte Erfolg: Der 21-Jährige stellte sich freiwillig.

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Brutaler U-Bahn-Schläger stellt sich (Foto: Polizei)

Der brutale U-Bahn-Schläger (hinten) hat sich der Polizei gestellt.Bild: Polizei,

Das Video schockte uns gestern alle. Es war ein Beweis gemeinster Brutalität. Es zeigt wie ein geistig behinderter Mann am 17. Oktober um 5.50 Uhr überfallen wird. Immer wieder tritt und schlägt der Räuber Dominik R. sein Opfer ins Gesicht. Das Opfer klammert sich mit beiden Händen an ein Treppengeländer, versucht zu entkommen. So eine brutale Tat ist sowieso schon schrecklich, aber auf einen geistig Behinderten einzuprügeln, der sich noch weniger wehren kann, entsetzt. Ort des Horrorgeschehens: Der U-Bahnhof „Berliner Platz“ in Essen.

Wir haben heute mit Dominiks Mutter gesprochen, die sichtlich geschockt gewesen und aus allen Wolken gefallen ist als sie das Video ihres Sohnes gestern Abend im Internet gesehen hat. Sie stellte Dominik zur Rede, überredete ihn, sich zu stellen. Dominik soll noch überlegt haben, wie er unerkannt verschwinden könnte, ob Haare färben etwas bringt. Doch das Telefon klingelte ununterbrochen. Freunde und Familie wollte wissen, ob mit dem brutalen Video tatsächlich nach Dominik gefahndet wird. Die Polizei Essen veröffentlichte nämlich gestern Fotos und ein Video, um nach Dominik zu fahnden. Bat um die Mithilfe der Öffentlichkeit.

Gestern Abend gegen 18.35 Uhr meldete sich der 21-jährige Dominik dann laut Polizei und gab seinen Aufenthaltsort bekannt. In Essen-Horst wurde er festgenommen, verbrachte die Nacht in Polizeigewahrsam. Dieser Fahndungserfolg ist auch den Medien und Internetnutzern zu verdanken, die die Fotos und Videos des gesuchten Mannes in den sozialen Netzwerken tausendfach teilten. Vermutlich war genau dieser öffentliche Druck zu viel für den Gewalttäter, sodass er sich letzten Endes freiwillig bei der Polizei meldete. Heute soll der 21-Jährige, der sein 22-jähriges Opfer so schockierend brutal und hemmungslos geschlagen und getreten hatte, vernommen werden. Der Tatvorwurf: versuchter Raub. Der Täter hatte es vermutlich auf Bargeld abgesehen, versuchte an die Tasche des Opfers zu kommen. Erbeuten konnte er allerdings nichts. Woher kommt bloß so viel Gewalt?

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Polizei,

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