Behörden durchforsten Facebook

In sozialen Netzwerken wird nach Hundehaltern gesucht

Unsere Kommunen nutzen immer häufiger die sozialen Netzwerke um ihre Steuern einzutreiben. In Leichlingen will man so z.B. zu mehr Hundesteuer kommen.

 Ein echter Aufreger! Mehr dazu: 17:30 SAT.1 NRW.
Behörden durchforsten Facebook (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Susanne Jansen war schon etwas erstaunt, als plötzlich ein Schreiben der Stadt Leichlingen kam in dem sie aufgefordert wurde, Steuern für ihren Hund zu zahlen. Denn: Sie hat gar keinen. Schnell wird ihr jedoch klar, woher die Aufforderung wohl stammt. Ihr Lebensgefährte, der in einer anderen Straße wohnt, hat einen Hund. Den hat er auch angemeldet. Aber Susanne ist der geschlossenen Facebookgruppe „Leichlinger Hunde“ beigetreten, in der sich Hundebesitzer vorstellen und austauschen. Mehrere Mitglieder dieser Gruppe haben jetzt ein Schreiben bekommen. Das Ordnungsamt hat die Gruppe durchforstet und den Mitgliedern dann Post geschickt. Die Stadt geht auch ganz offen damit um und gibt die Recherche über die sozialen Netzwerke auch zu. Verboten ist die Suche über Facebook und Co auch nicht – fraglich aber schon. Vor allem, wenn sie zu falschen Zahlungsaufforderungen wie im Fall von Susanne Jansen führt. Die muss jetzt aber natürlich keine Hundesteuer berappen – das macht ja schon ihr Lebensgefährte.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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