Ausbrecher müssen 30.000 Euro zahlen

Schadenersatz für dienstunfähigen Vollzugsbeamten

Die Schwerverbrecher Heckhoff und Michalski sollen einem ehemaligen Vollzugsbeamten Schadenersatz zahlen. Der Mann war nach einer Geiselnahme traumatisiert.

 Weitere Informationen heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
Ausbrecher müssen 30.000 Euro zahlen (Foto: Polizeifoto / dpa)

Michael Heckhoff (l) und Peter Paul Michalski. Bild: Polizeifoto / dpa,

Das Landgericht Aachen hat heute die inhaftierten Geiselgangster Michael Heckhoff und Peter Paul Michalski zu einer Strafe von 30.000 Euro verurteilt. Die Schwerverbrecher hatten bei ihrer spektakulären Flucht 2009 einen Vollzugsbeamten überwältigt, der aufgrund des Vorfalls nicht mehr dienstfähig war und frühpensioniert werden musste. Die entstandenen Kosten wurden jetzt vom Land eingeklagt. Heckhoff und Michalski waren vor knapp 6 Jahren aus der JVA Aachen entkommen, hatten dabei mehrere Geiseln genommen.
Auf ihrer Flucht durch NRW hatten die Straftäter in Köln, Essen und Mülheim Geiseln genommen. Heckhoff wurde drei Tage nach dem Ausbruch in Mülheim gefasst, Michalski zwei Tage später in Schermbeck, Kreis Wesel. Michael Heckhoff ist davor wegen einer Geiselnahme 1992 in der Justizvollzugsanstalt im sauerländischen Werl zu zweifelhafter Bekanntheit gelangt. Für die Tat erhielt er Ende 1993 lebenslang. Heckhoffs damaliger Komplize – ein Mehrfachmörder – übergoss einen Wachmann und eine junge Arzthelferin mit Benzin und zündete sie an.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Polizeifoto / dpa,

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