Anti-Stau-Programm für NRW

Fast 13 Milliarden Euro vom Bund für unsere Straßen

NRW bekommt eine Finanzspritze in Sachen Straßenbau. Kritik gibt es vom Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW.

 Mehr dazu heute um 17:30 in SAT.1 NRW!
Anti-Stau-Programm für NRW (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Für NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) sind keine Wünsche offen geblieben. Vom Bund wurden jetzt fast 13 Milliarden Euro zugesichert, um bis 2030 unter anderem Autobahnen und das Schienennetz auszubauen. NRW bekommt damit das meiste Geld im Vergleich mit allen anderen Bundesländern. Jetzt muss festgelegt werden, welche Projekte mit dem Geld umgesetzt werden.

Wann welche Straßen in den nächsten 15 Jahren ausgebaut werden, steht noch nicht fest. Die A3 ist aber im Rennen um das Geld. An vielen Stellen soll sie saniert und ausgebaut werden. Unter anderem zwischen Oberhausen und Dinslaken wird sie sechsspurig ausgebaut. Genauso soll sie zwischen Breitscheid und Kaiserberg, Kaiserberg und Oberhausen, Kreuz Leverkusen und Kreuz Hilden sowie Kreuz Hilden und Kreuz Ratingen-Ost erweitert.

Aber auch Autobahnen wie die A46 oder die A52 sollen von der Finanzspritze profitieren. Und nicht nur auf den Autobahnen wird nachgebessert. Auch der Rhein-Ruhr-Express soll Geld aus dem Bundespott bekommen. Damit könnte das Schienenprojekt zwischen Köln und Dortmund Realität werden. Doch nicht nur Pendler freuen sich über das Geld. Auch die Wirtschaft atmet auf. Denn mit dem Bundesgeld soll auch der Containerverkehr ausgebaut werden. So könnte zum Beispiel das Netz zwischen Bielefeld und Hannover nachgerüstet werden.

Der Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW hat aber gegenüber SAT.1 NRW Kritik geäußert. Er blickt nicht so optimistisch wie NRW-Verkehrsminister Groschek in die Zukunft. Für den Verband liegen die 13 Milliarden Euro trotzdem unter dem, was für das Straßennetz in NRW benötigt werden würde. Damit könnte seiner Meinung nach nur das repariert werden, was gerade im Argen liegt. Eine neue Infrastruktur würde so nicht aufgebaut werden. Die Straßen seien zu lange von der Politik ignoriert worden, als dass alle Probleme behoben werden könnten.

Das Bundesverkehrsministerium will nun auch die Bürger an der Auswahl der Projekte beteiligen. Ab dem 21. März kann jeder auf dieser Website abstimmen des Verkehrsministeriums abstimmen.

Wenn die Planungsphase abgeschlossen ist, gibt es das endgültige Ok für den Start der Bauprojekte.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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