Politiker für mehr Sonntagsshopping

Kirchen und Gewerkschaften fordern mehr Schutz der Sonntagsruhe

Ist es bald vorbei mit der Sonntagsruhe in NRW? Gewerkschaften und Kirchen befürchten das und wollen, dass die Politik den Sonntag wieder mehr schützt.

 Wer mehr wissen will schaut 17:30 Uhr SAT.1 NRW.
Politiker für mehr Sonntagsshopping (Foto: SAT.1 NRW)

Verkaufsoffene Sonntage ziehen viele Menschen in die NRW-Innenstädte.Bild: SAT.1 NRW,

Der Sonntag entwickelt sich zu einem "normalen" Tag - ist das gut?

Mehr Feste und Shopping am Sonntag. Die Allianz für den freien Sonntag sorgt sich: Bald ist es vorbei mit der Sonntagsruhe.

Verkaufsoffene Sonntage sind für viele Einzelhändler wahre Goldgruben. Doch die Regelungen in NRW sind klar: Höchstens 13 verkaufsoffene Sonntage darf es geben. Während sich Einzelhändler sich hier mehr Freiheit wünschen, wollen die Kirchen und Gewerkschaften, dass sonntags wieder mehr Ruhe einkehrt.

Immer mehr Menschen arbeiten auch sonntags

Das Bündnis „Allianz des freien Sonntags“ aus verschiedenen kirchlichen Arbeitnehmerverbänden, der Gewerkschaft Verdi, sieht die Sonntagsruhe immer weiter „ausgehöhlt“. Schon jetzt würden fast elf Millionen Erwerbstätige in Deutschland auch an Sonn- und Feiertagen arbeiten – und das habe negative Auswirkungen auf das Privat- und Familienleben. Dagegen will das Bündnis mobil machen: Noch bis zur Sommerpause sollen auf Betriebsversammlungen und nach Gottesdiensten Unterschriften für die Sonntagsruhe gesammelt werden.

Politiker in NRW für mehr verkaufsoffene Sonntage

NRW-Umweltminister Johannes Remmel will den Kommunen laut Rheinischer Post deutlich mehr „seltene Ereignisse“ pro Jahr erlauben: 18 sollen es demnach werden. Darunter fallen zum Beispiel Jahrmärkte, Schützen- und Dorffeste. Auch auf den Sportplätzen geht der Trend hin zu Sonntagsspielen. Die Evangelische Kirche im Rheinland sieht darin eine gefährliche Entwicklung: Der Wert des Sonntags werde erst erkannt, wenn er nicht mehr da ist.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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