Abschiebung funktioniert oft nicht

Über eine halbe Million abgelehnte Asylbewerber

Neue Zahlen der Bundesregierung zeigen, wie schwierig die Abschiebung noch immer ist. Viele abgelehnte Asylbewerber leben schon lange in Deutschland.

 Den aktuellen Stand gibt´s 17:30 Uhr in SAT.1 NRW.
Abschiebung funktioniert oft nicht (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Die Bundesländer haben noch immer große Probleme bei der Abschiebung vieler Asylbewerber. 549.209 Menschen lebten bis zur Jahresmitte in Deutschland, deren Asylantrag längst abgelehnt wurde – diese Zahlen veröffentlichte die Bundesregierung laut „Bild“ auf eine Anfrage der Linken. Einige Probleme verhindern die Abschiebung.

Viele schon seit Jahren in Deutschland

Der größte Teil von ihnen lebt schon seit mehr als sechs Jahren in Deutschland: 406.065 Menschen können nicht abgeschoben werden, weil sie sich hier bereits eingelebt haben und zu Hause fühlen. Die Hälfte von ihnen hat deshalb sogar ein unbefristetes Aufenthaltsrecht.

Außerdem werden 168.212 abgelehnte Asylbewerber aus verschiedenen Gründen bei uns geduldet – viele, weil es Probleme mit der Kommunikation im Heimatland gibt und z.B. es keine funktionierenden Behörden mehr gibt. 37.020 Ausländer haben keinen Pass und können deshalb nicht abgeschoben werden.

Weitere Gründe für einen Abschiebestopp sind: Krankheit (1762 Personen), Ausbildung oder die Pflege kranker Angehöriger (3407), Lage im Heimatland nicht mehr sicher (10.620) oder auch Strafverfahren (440).

Die meisten abgelehnten Asylbewerber kommen aus der Türkei(77.600), dem Kosovo (68.549) und Serbien (50.817).

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 22.09.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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