52.000 Flüchtlinge müssten NRW verlassen

Tatsächlich wurden bisher aber nur über 3.000 Personen abgeschoben

230.000 Menschen hat NRW bisher aufgenommen. Rund 12.000 könnten noch abgeschoben werden – würden sie nicht untertauchen. Und tatsächlich wurden aber erst 3.000 abgeschoben.

 Weitere Informationen heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
52.000 Flüchtlinge müssten NRW verlassen (Foto: Holger Battefeld / dpa)

Rund 3.000 Menschen sollen bisher in ihre Heimat zurückgeführt worden sein. Bild: Holger Battefeld / dpa,

230.000 Menschen hat NRW bisher in den Landeseinrichtungen aufgenommen. Davon müssten 52.000 NRW verlassen. Eigentlich. Denn von den 52.000 sind 40.636 Personen als Geduldete aufgelistet. Somit wären theoretisch noch 12.000 Abschiebungen möglich. In der Praxis scheitert das allerdings daran, dass die Personen einfach untertauchen. Das ist auch der Grund, weshalb die Zahl derer, die tatsächlich abgeschoben worden sind, nach Schätzungen „nur“ bei über 3.000 liegt. Das sind zwar noch mehr im Vorjahr, im Hinblick auf die 12.000 bzw. eigentlichen 52.000 aber doch viel zu wenig.

Falls Asylanträge abgelehnt werden, können Rechtsmittel eingelegt und sonstige Anträge auf ein Aufenthaltsrecht gestellt werden. Bevor ein Mensch allerdings abgeschoben werden kann, muss sicher sein, dass er auch wirklich ausreisen kann. Fehlende Heimreisedokumente oder gesundheitliche Probleme sind hierbei oft das Problem. Bis diese Dinge geklärt sind, werden die Betroffenen geduldet (Aussetzung der Abschiebung).

Sollte jemand ohne Asylrecht auch kein sonstiges Bleiberecht bekommen und kommt seiner Verpflichtung Deutschland zu verlassen nicht freiwillig nach, muss die Ausländerbehörde die Ausreise zwangsweise durchsetzen.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Holger Battefeld / dpa,

Jetzt Mitreden!

Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.

*