Mehr Gefährder in NRW

Verfassungsschutz beobachtet Islamistenszene

In NRW werden rund 500 Gefährder vom Verfassungsschutz beobachtet. Regelmäßige Kontrollen sollen Anschläge verhindern.

 Den aktuellen Stand gibt´s 17:30 Uhr in SAT.1 NRW.
Mehr Gefährder in NRW (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Wird jemand als gewaltbereiter Islamist eingestuft, gerät er in das Visier der Ermittler. Je nachdem wie akut die Gefahr ist, die von ihm ausgeht, observieren ihn die Beamten Tag und Nacht. Genauso wird der SMS- oder E-Mail-Verkehr der Personen überwacht.

Bis jetzt ist das Innenministerium davon ausgegangen, dass sich derzeit 500 Gefährder in NRW befinden. Die Gewerkschaft der Polizei schlägt heute allerdings Alarm. Sie sagt, dass eine genaue Angabe der Zahl der Gefährder gar nicht möglich ist. Denn teilweise würden gewaltbereite Islamisten als Flüchtlinge getarnt nach NRW reisen. Deswegen könnte die Zahl der Gefährder noch weiter ansteigen.

Eine lückenlose Überwachung aller Gefährder in NRW sei nicht möglich heißt es von der Gewerkschaft. Dafür gäbe es einfach zu wenig Personal. Laut der GdP arbeiten die Sicherheitsbehörden auf Lücke. Denn manche der gewaltbereiten Islamisten seien weniger gefährlich.

Die Gewerkschaft fordert jetzt, das Personal weiter aufzustocken. Innenminister Jäger hat schon zugesichert, dass bis 2017 360 zusätzliche Beamte eingestellt werden. Die starten allerdings erst mit ihrer Ausbildung und sind nicht sofort einsatzbereit.

Vom Bundesinnenministerium gab es jetzt allerdings andere Zahlen. Thomas de Maiziere teilte mit, dass sich in Deutschland momentan 450 Gefährder aufhalten, die beobachtet werden. Allerdings gäbe es 800 Islamisten, die bereits in die Kampfregion gereist seien und sich jetzt wieder in Deutschland aufhalten..

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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