5 Jahre für SS-Wachmann

Reinhold Hanning war Wachmann in Auschwitz

Das Urteil im vielleicht letzten Auschwitz-Prozess ist gefallen: Der 94-Jährige Ex-Wachmann muss wegen Beihilfe zum Mord für fünf Jahre hinter Gitter.

 Mehr dazu heute um 17:30 in SAT.1 NRW!
5 Jahre für SS-Wachmann (Foto: Bundesarchiv)

 Bild: Bundesarchiv,

Hedy Bohm ist 16, als sie zusammen mit ihren Eltern ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert wird. Das Lager in dem Reinhold Hanning als Aufseher arbeitet. Bei der Ankunft wird sie von ihrer Familie getrennt. Sie wird sie nie wieder sehen.

Prozess gegen Aufseher

Reinhold Hanning war SS-Wachmann in dem Konzentrationslager. Erst ist wegen Mordbeihilfe in 170000 Fällen angeklagt worden, heute dann das Urteil: 5 Jahre Haft für den Mann, der unter dem NS-Regime bei so vielen Morden mitgeholfen hat. Sein Verteidiger hatte zuvor Freispruch gefordert, da man ihm keine individuelle Tatbeteiligung nachweisen könnte. Die Staatsanwaltschaft forderte sechs Jahre Haft.

Hanning bereut seine Taten

Nur einmal sagte der Ex-SS-Mann aus. Er erklärte, dass er zutiefst bereue, dieser verbrecherischen Organisation angehört zu haben. Auch für ihn sei Auschwitz ein Alptraum gewesen.

Schlagwörter: Aufklärung, Auschwitz, Befreiung, Beihilfe zum Mord, Birkenau, Freiheit, Gerechtigkeit, Gerichtsprozess, Gerichtsurteil, Geschichte, Konzentrationslager, Nationalsozialismus, Schutzstaffel, Wachmann, Zeitgeschehen, Überleben

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 17.06.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Bundesarchiv,

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