2600 Lehrerstellen für Flüchtlingskinder

Nordrhein-Westfalen rechnet mit 40.000 neuen Schülern

Die Schulen in NRW müssen immer mehr Flüchtlingskinder unterrichten. Die Herausforderung sei aber zu meistern, versichert Schulministerin Löhrmann.

 Wer mehr wissen will schaut 17:30 Uhr SAT.1 NRW.
2600 Lehrerstellen für Flüchtlingskinder (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Nordrhein-Westfalen will für den Schulunterricht von Flüchtlingskindern zusätzliche Lehrer einstellen. «Wir werden in einem Nachtragshaushalt weitere 2600 Stellen schaffen», sagte Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) heute im WDR-Hörfunk. Zusätzliche Lehrkräfte an den Schulen seien notwendig, damit die Kinder «von Anfang an eine große Chance auf Integration haben».

Löhrmann rechnet damit, dass die Zahl der Flüchtlingskinder, die eine Schule in Nordrhein-Westfalen besuchen werden, auf rund 40 000 steigt. «Das klingt dann erst mal ganz viel, aber im Verhältnis zu 2,5 Millionen Schülern, die in unseren Schulen sind, relativiert sich auch solch eine Zahl», sagte sie.

Mit dem Nachtragshaushalt, den das Landeskabinett noch in diesem Monat beschließen will, müssen nach Angaben der Staatskanzlei für Flüchtlingsaufgaben insgesamt rund 700 Millionen Euro zusätzlich eingeplant werden. Die rot-grüne Landesregierung hält deshalb die vom Bund angekündigte Hilfe zur Versorgung der Flüchtlinge von drei Milliarden Euro für Länder und Kommunen ab 2016 für unzureichend. Von dem Geld würden rund 600 Millionen Euro auf NRW entfallen.

In der Nacht zu Freitag sind erneut mehrere Hundert Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen angekommen. Am Düsseldorfer Flughafen nahmen Helfer am frühen Morgen einen Sonderzug aus München mit rund 450 neu ankommenden Menschen in Empfang, wie die Feuerwehr mitteilte. Fünf von ihnen, darunter zwei Kinder, waren leicht erkrankt und kamen in ein Krankenhaus.

Um den Münchener Hauptbahnhof zu entlasten, werden ab Freitag täglich zwei Sonderzüge mit Flüchtlingen nach Nordrhein-Westfalen fahren. Jeweils bis zu 500 Migranten kämen dadurch täglich nach Düsseldorf und Dortmund, hatte eine Sprecherin der Regierung von Oberbayern mitgeteilt. Möglicherweise könnten die Züge aus Österreich an München vorbei Richtung Norden geleitet werden. (dpa)

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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