2000 Verdächtige – keine Aufklärung

Bundeskriminalamt liefert ernüchternde Ermittlungsbilanz

Bundeskriminalamt gesteht ein: Silvesterübergriffe werden wohl nie ganz ausermittelt werden können. Auch den Zusammenhang zwischen den Taten und der Flüchtlingswelle 2015 sieht das BKA.

 Ein echter Aufreger! Mehr dazu: 17:30 SAT.1 NRW.
2000 Verdächtige – keine Aufklärung (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Brauchen wir wirklich mehr Videoüberwachung, um solche Fälle aufzuklären?

Die Ermittlungen zur Silvesternacht werden laut BKA wohl nicht aufgeklärt werden können. Schuld daran sei auch die fehlende Videoüberwachung

Letzte Woche standen zwei Grabscher der Kölner Silvesternacht vor Gericht  und wurden zu jeweils einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Über sechs Monate nach dem Sex-Mob sind das die einzigen Beiden, die bisher verurteilt wurden.

In ganz Deutschland

Nach Aussage des Bundeskriminalamts (BKA) wurden deutschlandweit in der Silvesternacht knapp 900 Sexualdelikte mit mehr als 1200 Opfern registriert. 650 davon wurden in Köln Opfer des Sex-Mobs. Nach Schätzungen des BKA seien an den Silvester-Übergriffen aber insgesamt 2000 Männer  – hauptsächlich aus Nordafrika. Ermittelt wurden aber trotzdem nur 120 Verdächtige.

Übergriffe Resultat der Zuwanderung?

Nach Ermittlungen des BKA seien zum Tatzeitpunkt rund die Hälfte der Verdächtigen erst seit einem halben Jahr in Deutschland gewesen. Demnach könne man einen Zusammenhang zwischen den Übergriffen und der Flüchtlingswelle 2015 sehen.

Gründe

Laut BKA seien „Ermittlungshemmnisse“ an der niedrigen Aufklärungsquote schuld. So seien die betroffenen Frauen häufig nicht in der Lage gewesen, die Täter genau zu beschreiben, geschweige denn in einer Konfrontation bei Gericht wieder zu erkennen.

Der Hauptgrund sei aber, dass es fast kein Videomaterial aus der Nacht gibt. Daran arbeitet gerade auch schon die NRW Landesregierung, indem an Orten, wie dem Kölner Hauptbahnhof Videokameras angebracht werden. Trotzdem fordert das BKA noch mehr Videoüberwachung – auch bei Großveranstaltungen  – und auch mehr Polizeipräsenz.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 11.07.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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