Henriette Reker trifft auf ihren Angreifer

Kölner Oberbürgermeisterin verzeiht Täter nicht

Henriette Reker trifft heute vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht auf ihren Angreifer Frank S. . Die Konfrontation im Gerichtssaal sei für sie kein Problem.

 Weitere Informationen heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
Henriette Reker trifft auf ihren Angreifer (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Heute morgen sagte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker gegen Frank S. aus. Der 44-Jährige hatte letztes Jahr am 17. Oktober versucht die Politikerin während ihres Wahlkampfes mit einem Messer zu töten. Er verletzte Henriette Reker dabei schwer am Hals und der Luftröhre – sofort musste sie notoperiert und ins künstliche Koma versetzt werden. Henriette Reker musste wieder neu lernen zu Schlucken – sie habe noch immer das Gefühl eine dicke Tablette im Hals zu haben. Einen Psychiater hat sie nie aufgesucht.

Heute vor Gericht sagt die jetzige Oberbürgermeisterin aus, sie habe nie mit dem Gedanken gespielt das Amt abzulehnen – selbst nach der lebensgefährlichen Attacke von Frank S. nicht.

Heute sieht sie zum ersten mal ihren Attentäter wieder. Sitzt in ihrer rund einstündigen Zeugenaussage nur wenige Meter entfernt von ihm. Mit der Konfrontation habe sie kein Problem, wie sie noch vor Prozessbeginn erzählt. Während ihrer Zeugenaussage beschreibt sie die Tat so: „Ich habe einen Bund Rosen in den Arm bekommen. Dann kam Herr S. auf mich zu. Er fragte sehr freundlich, ob er eine Rose haben könne. Ich reichte ihm eine. In Sekundenschnelle zückte er das Messer und stach auf mich ein.“

Frank S. hatte ihr eine 30 Zentimeter lange Klinge in den Hals gerammt.

Der Angeklagte hatte die Tat zwar vor einer Woche vor Gericht gestanden, habe Reker aber nie töten wollen. Seine Messerattacke sollte ein Zeichen gegen die Flüchtlingspolitik der 59-Jährigen setzten. Frank S. wird versuchter Mord und Körperverletzung vorgeworfen.

Heute vor Gericht lässt Frank S. durch seinen Verteidiger fragen, ob er sich bei der 59-Jährigen entschuldigen dürfe. Henriette Reker antwortete darauf nur: „Ich glaube, das ist nicht die richtige Situation.“

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