NRW steht für zwei Tage still

Der öffentliche Dienst wird wegen Warnstreiks lahmgelegt

Die Gewerkschaft Verdi ruft für den morgigen Dienstag und Mittwoch mehrere zehntausend Beschäftigte in NRW auf, ihre Arbeit ganztägig niederzulegen.

 Weitere Informationen heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
NRW steht für zwei Tage still (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Habt ihr dafür noch Verständnis?

Verdi ruft alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in NRW auf, am Dienstag und Mittwoch ganztägig ihre Arbeit niederzulegen.

In ganz NRW werden durch den drohenden Streik Kitas, der öffentliche Personennahverkehr, Müllabfuhren, Sparkassen, Stadtverwaltungen und Jobcentren, sowie Krankenhäuser und Flughäfen lahmgelegt sein. Verdi wird allerdings an den beiden Streiktagen jeweils in anderen Städten zum Streik aufrufen.

In Düsseldorf wird am Dienstag wird nahezu der komplette Nahverkehr stehen bleiben. Auch Mitarbeiter der Rheinbahn werden ihre Arbeit niederlegen. Das Unternehmen will versuchen, den Schaden mit dem Einsatz von Bussen möglichst gering zu halten.

In Duisburg hat Verdi unter anderem die Stadtverwaltung, den Nahverkehr und auch die Sparkassen zum Streik aufgerufen.

Kitas werden unter anderem im Bergischen Land, Mönchengladbach und Moers geschlossen bleiben müssen. Notdienste sind in vielen Fällen, wie zum Beispiel in Remscheid kurzfristig nicht einzurichten.

Am Mittwoch den 27. April wird dann unter anderem auch in Köln gestreikt – hier werden Kliniken betroffen sein. In Dortmund werden weder Bahnen noch Busse fahren und auch am Flughafen werden die Mitarbeiter ihre Arbeit niederlegen. Auch am Mittwoch wird es durch den Streik vor allem in den Kitas wieder zu enormen Problemen kommen.

Verdi will mit den zwei Tage andauernden Warnstreiks Druck auf die Arbeitsgeber ausüben, bevor es am 28. / 29. April in Potsdam in die dritte Tarifverhandlungsrunde geht. Im ersten Angebot wurde den Beschäftigten eine Einkommenserhöhung von 0,6 Prozent für das Jahr 2016 und eine Steigerung von 1,2 Prozent für das kommende Jahr geboten. Zu wenig für Verdi – die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhörung von sechs Prozent für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Im Zuge des Streiks wird es in Düsseldorf, Bochum, Bielefeld, Dortmund und Köln Kundgebungen geben, bei denen auch Verdi-Chef Frank Bsirske sprechen wird.

Hier wird gestreikt:

Dienstag, 26. April:

Ahlen, Beckum, Bergkamen, Bielefeld, Bochholt, Bochum, Bottrop, Datteln, Dinslaken, Dorsten, Duisburg, Düsseldorf, Erkrath, Essen, Fröndenberg, Gladbeck, Hamm, Herne, Herten, Hilden, Ibbenbühren, Kamen, Kleve, Korschenbroich, Krefeld, Lippstadt, Lünen, Marl, Marsberg, Moers, Mönchengladbach, Mülheim, Münster, Neukirchen-Vluyn, Neuss, Oberhausen, Paderborn, Ratingen, Recklinghausen, Rheine, Rommerskirchen, Soest, Tönisvorst, Unna, Recklinghausen, Viersen, Warstein, Werne, Wesel, Wünnenberg

Mittwoch, 27. April:

Aachen, Bad Laasphe, Bergheim, Bergisch Gladbach, Bonn, Bornheim, Castrop Rauxel, Dortmund, Düren, Erftstadt, Eschweiler, Frechen, Freudenberg, Gevelsberg, Gummersbach, Haan, Hagen, Hattingen, Heiligenhaus, Heinsberg, Hemer, Hennef, Herzogenrath, Hilchenbach, Hürth, Iserlohn, Jülich, Kerpen, Köln, Kreuztal, Leverkusen, Lüdenscheid, Lünen, Mettmann, Monheim, Niederberg, Niederkassel, Niederzier, Remscheid, Schwelm, Schwerte, Siegburg, Siegen, Siegen-Wittgenstein, Solingen, Sprockhövel, Stolberg, Swistal, Troisdorf, Übach-Palenberg, Velbert, Weilerswist, Werdohl, Wesseling, Witten, Wülfrath, Wuppertal, Würselen

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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