RWE kündigt Aufspaltung an

Konzern lagert Teile des Unternehmens aus

RWE kämpft mit den Folgen der Energiewende und plant sich in zwei Teile aufzuspalten. Das teilte der Energiekonzern heute in Essen mit. Der Aufsichtsrat muss noch zustimmen.

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RWE kündigt Aufspaltung an (Foto: Marcel Kusch / dpa)

Der sogenannte RWE Tower, Zentrale des Energiekonzerns RWE in Essen.Bild: Marcel Kusch / dpa,

Deutschlands zweitgrößter Versorger RWE plant eine Aufspaltung des Konzerns in zwei Teile. Der Vorstand des Essener Konzerns habe beschlossen, die Geschäftsfelder erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb in einer neuen Tochtergesellschaft zu bündeln, teilte RWE heute in Essen mit. RWE als Mutterkonzern werde sich auf die konventionelle Stromerzeugung und den Energiehandel aus Braunkohle und Atomkraft konzentrieren.

Mit der Aufteilung der Geschäftsfelder möchte RWE neue Finanzierungs- und zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten schaffen. Außerdem plant der Essener Energiekonzern, einen Anteil von zehn Prozent der neuen Tochtergesellschaft über eine Kapitalerhöhung an die Börse zu bringen.

Der Vorstand der RWE AG hat die Neuausrichtung des Konzerns beschlossen. Der Aufsichtsrat muss jedoch noch zustimmen. Er soll am 11. Dezember entscheiden. Der Plan des Energieriesen könnte aber funktionieren – das zeigt auch die Reaktion an der Börse. Der RWE Aktienkurs hat dort heute direkt gleich schon ein paar Prozent zugelegt.

Wie auch andere Energiekonzerne kämpft RWE mit den Folgen der Energiewende und einem anhaltenden Verfall der Strompreise im Großhandel wegen des Ökostrom-Booms. In den ersten neun Monaten 2015 waren die Gewinne im laufenden Geschäft erneut zurückgegangen. RWE hatte lange betont, den Konzern als Ganzes erhalten zu wollen, sich aber die Option der Aufspaltung offen gehalten.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Marcel Kusch / dpa,

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