110 Stunden Unterrichtsausfall …

... und das in nur einem halben Jahr an Düsseldorfer Gymnasium

Eine Mutter hat in sechs Monaten 110 Stunden Unterrichtsausfall an der Schule ihrer 15-jährigen Tochter dokumentiert. Das Gymnasium spricht von einem Einzelfall.

110 Stunden Unterrichtsausfall ... (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Es sind Krankheitsfälle, Konferenzen, Schwangerschaften, Lehrerwechsel oder Schulausflüge – die Gründe für den Unterrichtsausfall von 110 Stunden in nur sechs Monaten sind viele. Die 15-jährige Tochter von Gudrun Brandt-Schaar hat vor allem in Deutsch und Italienisch viel unfreiwillige Freizeit gehabt.

Was bedeutet der Ausfall?

Die Düsseldorferin Gudrun Brandt-Schaar ist selbst Pädagogin, sie hat Angst, dass die ausgefallenen Stunden nicht aufgeholt werden können. Auch die recht guten Noten ihrer Tochter seien am Ende nicht aussagekräftig, wenn die Hälfte der Schulstunden überhaupt nicht stattgefunden hat.

Bloß ein Einzelfall

Die Schule reagiert auf die Rechnung der Mutter damit, dass die Rechnung zwar aufgehe, es sich aber nur um einen Einzelfall handle. Der festgehaltene Ausfall spiegle auf keinen Fall die komplette Jahrgangsstufe 10 oder gar die Schule wieder.

Die Bezirksregierung antwortete der Mutter, dass es im Regelfall Vertretungsunterricht gebe, indem die Schüler auch selbstständig in der Lage sein müssten, ihre Aufgaben zu bearbeiten. Dass das in der 10. Klasse bereits möglich ist, bezweifelt Gudrun Brandt-Schaar.

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